Die erfolgreiche Zusammenarbeit im Mädchenfußball zwischen Schonstett und Vogtareuth geht in die nächste Runde: Nach einer starken Premierensaison weitet die Spielgemeinschaft ihre Kooperation für die kommende Spielzeit 2026/2027 weiter aus und stellt sich noch breiter auf.
Die Mädchen der Spielgemeinschaft SV Schonstett / SV Vogtareuth mit Trainern und Sponsor in ihren neuen Trikots.
Schonstett/Vogtareuth – Die Spielgemeinschaft (SG) Schonstett/Vogtareuth im Mädchenfußball hat eine erfolgreiche erste gemeinsame Saison hinter sich – und die Zusammenarbeit geht weiter. Wie der SV Schonstett und der SV Vogtareuth mitteilen, haben die Vereinsverantwortlichen und das Trainerteam entschieden, die Kooperation fortzuführen und für die Saison 2026/2027 sogar auszubauen.
Erfolge der U13 und U15
Seit der Saison 2025/2026 bilden beide Vereine eine Spielgemeinschaft für die C-Juniorinnen (U15) und die D-Juniorinnen (U13). Von Ende August 2025 bis Ende Juli 2026 absolvierten beide Mädchen-Teams insgesamt knapp 40 Spiele – Freundschafts- und Ligaspiele – und nahmen an über 20 Sommer- und Hallenturnieren teil. Die U13 feierte im Herbst 2025 die Liga-Meisterschaft und im Frühjahr 2026 die Vizemeisterschaft. Die U15 erreichte in ihrer ersten Saison in der Bezirksliga den sechsten Platz unter insgesamt zehn Teams und blieb in zehn von 16 Spielen ungeschlagen. Darüber hinaus gewannen beide Teams zusammen drei Hallenturniere und ein Sommerturnier.
Den größten Erfolg der Spielgemeinschaft sehen die Vereinsverantwortlichen jedoch nicht in Titeln und Siegen: Alle Mädchen hätten sich fußballerisch verbessert, und der Zulauf an neuen Spielerinnen sei ungebrochen.
Künftig auch E- und B-Juniorinnen
Ab der Saison 2026/2027 wird die Kooperation ausgebaut. Neben den bestehenden Teams der D- und C-Juniorinnen kommt ein gemeinsames B-Juniorinnen-Team hinzu. Zudem werden künftig Spielerinnen des SV Schonstett bei den E-Juniorinnen des SV Vogtareuth als Gastspielerinnen zum Einsatz kommen.
Mädchenfußball natürlich gewachsen
Simon Dirnecker, Jugendleiter des SV Schonstett, und Manuel Fritsch, Jugendleiter des SV Vogtareuth, betonen, dass der Mädchenfußball in beiden Vereinen über Jahre langsam gewachsen sei und nicht plötzlich künstlich gegründet worden sei. Dies habe Strukturen und Erfahrungen geschaffen, von denen die Spielgemeinschaft nun profitiere – darunter die Infrastruktur beider Gemeinden mit Sportanlagen, Sportheimen und Hallen sowie das Ausbildungspotenzial durch erfahrene Trainer und ehemalige Spieler.
Als gewichtigsten Grund für die Fortführung nennen die Verantwortlichen jedoch die menschliche Ebene: Die Mädchen aus beiden Vereinen hätten untereinander Freundschaft geschlossen und seien zu einer unzertrennlichen Gemeinschaft zusammengewachsen.
Starke Gemeinschaft und großes Vertrauen
Seit Anfang 2026 unterstützen zudem zwei Team-Betreuerinnen die Spielgemeinschaft und kümmern sich um Belange, die Trainer nicht immer im Blick haben oder um die sich weibliche Betreuerinnen besser kümmern können. Michael Schwägerl vom Trainerteam hebt die Rolle der Eltern hervor: „Die Eltern tragen wesentlich zum Erfolg der Spielgemeinschaft bei, denn sie sind es schließlich, die ihre Töchter zum Fußballsport ermutigt haben. Die Eltern der Spielgemeinschaft fallen dabei immer dadurch auf, dass sie die Mädchen positiv anfeuern und sich niemals negativ abwertend äußern, auch nicht gegenüber Spielerinnen der gegnerischen Teams oder Schiedsrichtern. Durch ein positives Umfeld können sich unsere Mädchen im Sport frei entfalten und das ist uns Trainern und Verantwortlichen sehr wichtig.“
Vertrauen muss da sein
Schriftliche Vereinbarungen brauche es nach Ansicht der Jugendleiter nicht – nur den Willen, im Interesse der Mädchen einen gemeinsamen Nenner zu finden. Dirnecker und Fritsch sind sich einig: „Das Vertrauen untereinander muss da sein, sonst hat eine Spielgemeinschaft auf lange Sicht keinen Bestand. Das Vertrauen war von Anfang an definitiv da und ist im Verlauf der ersten Saison noch gewachsen. Wir freuen uns daher alle auf die weitere Zusammenarbeit.“